Erneuerbare Energien an der ZEDAT

Auf dem Dach der ZEDAT geht eine weitere Photovoltaikanlage in Betrieb

Im Jahr 2008 ist die Freie Universität in die Nutzung erneuerbarer Energien eingestiegen. Im Mai 2008 wurde die erste Photovoltaikanlage auf dem Dach des Physikgebäudes in Betrieb genommen, 2009 folgten zwei weitere Anlagen auf dem Dach der Rostlaube und auf dem Werkstattgebäude im Botanischen Garten. Auf den Dächern der ZEDAT und der Silberlaube sind nun 2010 zwei weitere Photovoltaikanlagen installiert worden. Alle Anlagen zusammengenommen verfügt die FU aktuell über eine installierte Leistung von 482 Kilowatt, mit der jährlich rund 430.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom erzeugt werden können. Die nächste Photovoltaikanlage wird 2011 installiert.

Solaranlage auf dem Dach der ZEDAT

Details zur Technik auf dem Dach des Hochschulrechenzentrums

Es gibt wohl keinen Ort an der Freien Universität, an dem die regenerative Erzeugung von Strom besser platziert wäre als auf dem Dach der ZEDAT. Das Rechenzentrum ist das mit Abstand stromintensivste Gebäude, dessen Strombedarf sich in den letzten 5 Jahren aufgrund der steigenden IT-Ausstattung und Zentralisierung der IT mehr als verdoppelt hat. Die Anlage besteht aus 208 Dünnschichtmodulen des Herstellers Inventux mit einer Gesamterzeugungsleistung von 25 kW. Der Solarstrom wird von den Photovoltaikmodulen als Gleichstrom erzeugt und in Wechselrichtern auf 230 V Wechselspannung gewandelt. Der Sonnenstrom wird direkt in das Stromnetz der FU eingespeist, so dass er auch für den Betrieb des Rechenzentrums verwendet wird. Die Art der Photovoltaikmodule wird an der FU erstmalig eingesetzt. Sie bestehen aus einer amorphen und einer mikrokristallinen Siliziumschicht, die nach Herstellerangaben ein besonders breites Lichtspektrum aufnehmen können und deshalb besonders gute Effizienzwerte bei diffuser Einstrahlung liefern.

Kosten und Ertrag der Anlage

Die Errichtung der Anlage kostete die Freie Universität zwar das Engagement der Planungsbeteiligten, aber ansonsten keinen Cent. Die Anlage wurde von privaten Investoren errichtet, die FU erhält in den kommenden 20 Jahren, geregelt in einem Dachnutzungsvertrag, 5 Prozent der jährlichen, gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung. Mit der Anlage können durchschnittlich rund 21.000 kWh Solarstrom pro Jahr erzeugt werden. Das ist zwar verglichen mit dem Stromverbrauch der ZEDAT (2010: 1,9 Mio. kWh) nur ein kleines Häppchen, würde aber schon ausreichen, den Stromverbrauch manch geisteswissenschaftlichen Instituts sicherzustellen.

Die Umweltbilanz ist auf alle Fälle erfreulich: Mit der Anlage können jährlich immerhin weitere 18 Tonnen CO2 vermieden werden. Das entspricht den jährlichen Emissionen von 13 Kompaktklassewagen (10.000 km im Jahr).

Fragen zur Solaranlage auf dem Dach der ZEDAT und den anderen Anlagen auf Gebäuden der Freien Universität beantwortet Andreas Wanke aus der Technischen Abteilung (andreas.wanke@fu-berlin.de, 030 838-52254)