Eigenverantwortlicher Versand von Massenmail

Sollen Massenmails nicht an Inhaber von FU-Accounts verschickt werden, sondern an Externe, so müssen Sie Adresspflege und Versand selbst vornehmen. Bitte versenden Sie keinesfalls Mails, die vom Empfänger nicht ausdrücklich gewünscht werden. Auch Nachrichten, die in gutem Glauben oder für einen wissenschaftlichen Zweck verschickt werden, sind Spam, wenn der Empfänger nicht mit dem Empfang einverstanden ist. Der Versand solcher Nachrichten ist nicht nur ungesetzlich, sondern fügt der Freien Universität auch großen Schaden zu, da aufgrund entsprechender Blockierung bei den empfangenden Providern der gesamte Mailversand der Universität für längere Zeit verhindert wird.

Bitte orientieren Sie sich bei der Erstellung der Nachricht an den üblichen E-Mail-Konventionen, die in Tip4U #021 beschrieben sind.

Freischaltung

Rechtzeitig vor dem Versand von Massenmail muss beim Postmaster-Team der ZEDAT (postmaster@fu-berlin.de) die Freischaltung beantragt werden. Zum Schutz vor Missbrauch durch Schadsoftware erfolgt auf den normalen Mailservern eine automatische Drosselung durch Ratelimiting, wenn mehr als 750 Empfänger innerhalb von 24 Stunden (nicht pro Kalendertag) angeschrieben werden. Überschreitet die von Ihnen zu verschickende Menge dieses Limit, so handelt es sich um eine Massenmail und Sie müssen rechtzeitig vor dem Versand bei postmaster@fu-berlin.de eine Freischaltung beantragen. Andernfalls könnte es zu einer Sperrung des Rechners oder Accounts durch das Abuse Management kommen sowie der Mailversand scheitern.

Bitte beachten Sie, dass für den Versand von Massenmail spezielle Einstellungen, insbesondere ein abweichender Mailserver, verwendet werden müssen. Schicken Sie keinesfalls Massenmail über die normalen Mailsysteme der ZEDAT, da dieses den Maildienst der gesamten Universität beeinträchtigen kann.

Für die Freischaltung werden folgende Informationen benötigt:
  • Kontaktdaten (Name, Bereich, Telefonnummer)
  • ZEDAT-Benutzername, der für den Versand freigeschaltet werden soll
  • Datum des Versands
  • ungefähre Anzahl der Empfänger

Der Standardfall ist die Freischaltung eines Benutzernamens. Falls die von Ihnen eingesetzte Software keine Authentisierung oder Verschlüsselung unterstützt, kann alternativ eine Freischaltung der IP-Adresse des sendenden Rechners beantragt werden, die dann statt des ZEDAT-Benutzernamens benötigt wird. Für Arbeitsplätze im Intranet der Verwaltung ist die Freischaltung von IP-Adressen aus technischen Gründen nicht möglich.

Werden häufig und regelmäßig Massenmails verschickt, ist grundsätzlich auch eine dauerhafte Freischaltung möglich. Bitte benutzen Sie dann jedoch nicht den Massenmaildienst für Ihre normale Mail-Kommunikation, sondern verwenden Sie unterschiedliche Programme oder Profile.

Software zum Massenmailversand

Zum Versand von Massenmail wird in jedem Fall eine spezielle, für diesen Zweck geeignete Software benötigt. Normale Mailclienten wie z. B. Outlook oder Thunderbird sind für solche Zwecke vollkommen ungeeignet. Keinesfalls darf eine Massenmail so verschickt werden, dass ein Empfänger die Adressen anderer Empfänger sehen kann, da dieses zu vermehrtem Spam führt und häufig auch Antworten fälschlicherweise an alle sichtbaren Adressaten der Originalmail geschickt werden.

Die ZEDAT hat für den Versand von zulässiger Massenmail die Software globe BulkMailer und globe SuperMailer erfolgreich getestet. Diese unter Windows laufenden Programme erscheinen für den Versand von Infobriefen und Ähnlichem gut geeignet. Wird der PC durch die ZEDAT betreut, wenden Sie sich bitte zur Installation und Lizensierung an den Arbeitsplatz-Support (support@campus.fu-berlin.de). Anderenfalls muss die Software durch den Bereich selbst installiert, konfiguriert und lizensiert werden.

Konfiguration von BulkMailer und SuperMailer

Bei der Verwendung von BulkMailer oder SuperMailer nehmen Sie die Einstellung bitte gemäß unseren Anleitungen vor:

Konfigurationsparameter für andere Programme

Bei sonstigen für den Massenmail-Versand geeigneten Programmen nehmen Sie bitte folgende Einstellungen vor. Beachten Sie auch, dass Sie eventuell den Virenscanner auf dem zum Versand vorgesehenen Rechner so konfigurieren müssen, dass er die Verbindungen zum Mailserver nicht unterbindet.

Benutzername freigeschaltet (Normalfall)

Mailserver bulk.zedat.fu-berlin.de
SMTP-Port 587
Verschlüsselung STARTTLS
Authentisierung SMTP-AUTH
Benutzername Name Ihres FU-Accounts, z.B. "benutzer"
Passwort Passwort Ihres FU-Accounts
Mails je SMTP-Verbindung maximal 500

IP-Adresse freigeschaltet

Mailserver bulk.zedat.fu-berlin.de
SMTP-Port 25
Authentisierung keine
Mails je SMTP-Verbindung maximal 500